Weinjahrgang 2016 in der Pfalz

Weinjahrgang 2016 in der Pfalz

Das Wetter ist schon ein seltsames Phänomen. Man kann kaum erwarten, dass in der Pfalz ein komplett anderes Wetter als im Nachbarbundesland Rheinhessen herrscht, aber dennoch sind die regionalen Unterschiede, teilweise sogar die Auswirkungen in benachbarten Weinbergzellen sehr unterschiedlich. Stellenweise kann der Frost für Totalausfälle sorgen, während die Rebstöcke beim Nachbar, nur ein paar Meter entfernt, volle Traubenstände besitzen.

Das Frühjahr war sehr verregnet, selbst alte Winzer konnten sich kaum an solche Mengen erinnern.

Dies brachte es auch wie im Nachbarbundesland mit sich, dass sehr starker Peronosporabefall (Falscher Mehltau) stellenweise die Blütenstände komplett zerstörte. Wie in Rheinhessen traf es auch in der Pfalz hauptsächlich die Öko-Erzeuger, bedingt durch die eingeschränkten Mittelauswahl. Die Pfalz litt am stärksten aller Weinanbaugebiete unter dem Pilzbefall, gefolgt von Rheinhessen.

Doch dann ging es aufwärts, es kam ein warmer Juli, gefolgt von einem sonnigen und trockenem Spätsommer der in einem perfektem Altweibersommer im September endete. Die Hauptlese in der dritten Septemberwoche verlief ausgesprochen entspannt. Bis in den November konnte perfektes Lesegut geerntet werden. Dies kam besonders den Bukettsorten wie Sauvignon Blanc, Scheurebe und Muskateller zugute. Diese Weine zeigen schon in ihrer Jugend tolle Aromatik und Balance. Aber auch die Weine aus den Burgundersorten und dem Riesling sind sehr gut geworden. Die Weine sind alle fruchtbetont, elegant und frisch. Der Alkoholgehalt ist moderat, was für trinkfreudige Weine spricht.

Das Fazit des Pfalzwein-Vorsitzenden Ökonomierat Edwin Schrank lautet: "Noch nie hat ein Weinjahrgang die Winzer so positiv überrascht wie dieser!".

Darum ist von uns der Jahrgang 2016 aus der Pfalz eine klare Kaufempfehlung!

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Datum

16. Februar 2018

Autor

Torsten Sattler

Kategorien

Weinwissen

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