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Schnaitmann Simonroth Lemberger

21,00 €*

Inhalt: 0.75 Liter (28,00 €* / 1 Liter)

Nicht mehr verfügbar

Jahrgang
Produktnummer: 00010247.2016
Hersteller: Weingut Schnaitmann
Gewicht: 1 kg
Produktinformationen "Schnaitmann Simonroth Lemberger"
Im Glas erscheint der Simonroth Lemberger rubinrot mit dunklen Reflexen. Die Farbtiefe ist mittel kräftig, die Viskosität ist kräftig mit langsamen Tränen. In der Nase intensive rote Früchte, Granatapfel, dezente Hagebutte, Schlehe, Eukalyptus, zarte Würze, Heu, Mandeln und neues Leder, violette Floralik mit dezenten KräuternIm Mund saftig, harmonische Säure mit Zug, trocken durch feine Tannine. Im Rückgeruch Sauerkirsche, rote Beeren, Granatapfel, Wacholderholz, Nuancen von Rauch, dezenter Kaffee und Marzipan, salzig mineralisch. Sehr langer Nachhall, warm, filigran verwoben, schöner Zug durch die Säure mit ideal gepaarter Tannin Struktur. Trinken! Da kann man nichts falsch machen. Die Reben wachsen auf Gipskeuper und der Ertrag wurde auf 40 l/ar reduziert. Die traditionelle Maischegärung erfolgte spontan und mit ganzen Trauben in alten 300 Liter Fässern und Tonneaux. Der Restzucker beträgt 1,5 g/l und die Säure 5,4 g/l. Die Abfüllung war im Februar 2018. Trinken kann man den Wein jetzt bis 2030. Er passt sehr gut zu Schmorgerichten.
Details zu "Schnaitmann Simonroth Lemberger"
Alkoholgehalt: 13,0 %
Allergene: Enthält Sulfite
Aromen: Granatapfel, Hagebutte, Heu, Kaffee, Kirsche, Leder, Marzipan, Schlehe, Wacholderholz
Ausbau: Holzausbau
Bio: Ja
Boden: Gipskeuper
Farbe: Rot
Gebiet: Württemberg
Jahrgang: 2017
Körper: Mittel
Lagerfähig bis: 2025
Land: Deutschland
Qualität: Erste Lage, Große Lage
Rebsorten: Lemberger
Serviertemparatur: 16-18 °C
Säure: Mittel
Süße: Trocken
Tannine: Samtig
Weingut Schnaitmann

Weingut Schnaitmann

Rainer Schnaitmann, Jahrgang 1967, wollte ursprünglich Architektur studieren. Ein Fauxpas, wenn man bedenkt, dass seine Familie auf eine 500jährige Weintradition zurückblicken kann. Zum Glück entschied er sich dann doch zu Gunsten des Weins. Nun steht er an der Spitze vom Weingut Schnaitmann.

Die Lehre verbrachte er bei Bernhard Ellwanger, ein sehr guter ortsansässiger Winzer in Fellbach, studierte Önologie in Geisenheim, bevor er in Neuseeland und Südtirol praktische Erfahrungen sammelte. Von Neuseeland brachte er auch seine Vorliebe für den Sauvignon Blanc mit.

Es war eine logische Konsequenz, dass er seinen Trauben nicht mehr wie seine Eltern und Großeltern zur Winzergenossenschaft brachte, sondern im eigenen Betrieb zu seinem Wein, mit eigenen Etikett verarbeitete (1997). Diese Auflehnung gegen das bestehende System ging nicht ohne Mühen vonstatten. Aber als Belohnung für diesen Frevel gegen die schwäbische Genossenschaftstradition bestätigten ihm schon damals Gault Millau 1998 in seiner 4. Ausgabe, und Eichelmann in der Ausgabe von 2002, sehr gute Weine...die eingeschlagene Richtung war der richtige Weg.

Sein Interesse an der Architektur half ihm dann doch noch, als er eigenständig seinen Weinkeller plante und 2005 in die Realität umsetzte, und alle bekannten Erkenntnisse der Weinverarbeitung einfließen ließ. So wird bei Schnaitmanns die Maische fast nur durch die Schwerkraft bewegt, es erfolgt so gut wie kein Transport durch Pumpen oder durch eine Schnecke. Dem Laien ist vielleicht nicht sofort klar, welchen großen Vorteil dies bringt. So wird zum Beispiel durch eine Schnecke die Beerenhaut zum Aufplatzen gebracht oder im ungünstigen Fall die Kerne der Beeren gedrückt, was einen extrem bitteren Gerbstoff in den Wein bringt. Ebenso wird durch das Pumpen die Oxidation des Weins verursacht, was eine stärkere Zugabe von Schwefel notwendig macht, damit der Wein nicht zu schnell oxidiert. Dies wirkt sich ebenso auf die Aromatik und Farbe, als auch auf die Lagerfähigkeit des Weins aus.

Im Weinberg bewirtschaftet Rainer Schnaitmann schon seit mehr als 10 Jahren ökologisch. Niedrige Ertragsbelastung, enger Rebenstand, großer Aufwand bei der Laubgestaltung und der Verzicht auf Herbizide und Pflanzenschutz nach ökologischen Richtlinien schaffen die Basis für höchste Qualität. Seit 2016 sind die Weinberge und somit auch die Weine nach entsprechender EU-Verordnung für Ökologischen Weinbau zertifiziert.

Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass die Trauben nur reif, durch mehrere Lesedurchgänge entsprechend des Jahrgangs gelesen werden. Der Transport in den Keller erfolgt in kleinen Edelstahltanks, damit die Trauben unverletzt bleiben.

Beim Weißwein hängen die Maischekontaktzeiten von den Jahrgangseigenschaften und den Rebsorten ab. Dies entscheidet auch, ob die Trauben ganz oder angedrückt werden. Der Ausbau erfolgt im Edelstahltank und Halbstückfässern (600 Liter). Die spontane Gärung erfolgt ausschließlich durch natürliche Hefen aus dem Weinberg und Keller, er werden keine Reinzuchthefen verwendet! Der Wein bleibt danach 3 bis 12 Monaten auf der Hefe, die Reserve-Weine dürfen sich 24 Monate mit der Hefe arrangieren. Eine Filterung vor Befüllung auf die Flasche kann oft entfallen, es genügt die natürliche Sedimentation.

Die Rotweine werden nur aus völlig gesunden Beeren gekeltert und ausschließlich durch traditionelle Maischegärung hergestellt. Auch hier wird im Weingut auf jede mechanische Hilfe verzichtet und der Tresterhut wie früher mit den Füßen oder Manuell untergestoßen. Moderne trommelförmige Gärbehälter oder Rotofermenter kommen nicht zum Einsatz. Oft geht vor der Gärung noch eine Kaltmazeration voraus. Diese wird aber nicht übertrieben, sondern nur mit Trockeneis relativ kurz durchgeführt. So werden keine übertriebenen Fruchtbomben erzeugt, sondern eher filigran die Primäraromen der einzelne Rebensorte hervorgehoben.  Die Maischestandzeit beträgt 28 Tage. Außer dem Gutstrollinger kommen alle Weine in Holz, dort erfolgt dann der natürliche, biologische Säureabbau (Malolaktische Gärung). Dies nimmt dem Wein die kantige Säure. Die Guts- und Dreisternweine bleiben 8-10 Monate im Holz, die "Simonroth"-Weine und Großen Gewächse reifen 12-24 Monate in 300 Liter oder 500 Liter. Auch bei den Rotweinen erfolgt die Flaschenabflüllung möglichst ohne Filtration.

Sekt wird nur aus eigenen Trauben und durch traditionelle Flaschengärung hergestellt. Priorität haben hier die Blanc de Noir Grundweine aus den Burgundersorten. Bei der Herstellung greift das Weingut auf die professionelle Verarbeitung durch Sekthäuser zurück, so wie es auch bei den meisten Winzersekte der Fall ist, aufwendige Verarbeitungsmethoden bei der Sektherstellung machen dies notwendig. Aber auch hier überlässt Rainer Schnaitmann nichts dem Zufall, darum übernimmt das Sekthaus "Raumland", welches sich seit Jahren an der Spitze der deutschen Sekthäuser befindet, die Sektverarbeitung aus den Grundweinen.

Insgesamt bewirtschaftet Rainer Schnaitmann 25 ha, und mehr soll es auch nicht mehr werden. Im Jahr 2017 wurden 160.000 Flaschen produziert.

 

Wo befinden sich die Reben?

Lämmler Fellbach
Diese Einzellage in der Gemeinde Fellbach, die in der Eichelmann 2018 Ausgabe mit der Auszeichnung „Klassiker“ ausgezeichnet wurde, hat ihren Namen vermutlich von einer Familie namens „Lämmler“, in deren Besitz diese Lage seit Jahrhunderten war. Das Weingut Schnaitmann erzeugt dort aus den Burgundersorten, Lemberger und Rieslinge sehr hochwertige Weine, inklusive die Großen Gewächse. Zusätzlich wachsen dort noch Cabernet Franc, Merlot, Trollinger und Muskattrollinger. Die Böden aus Mergel mit unterschiedlichen Kalkgehalt, Kieselsandstein und Keuper bieten optimale Bedingungen für die einzelnen Rebsorten. Die Spätburgunderreben dort sind 40 Jahre alt und die Erträge sind relativ gering. So werden z.B. die Simonrothweine mit einem Ertrag von nur 25 l/ar gelesen.

Goldberg Fellbach:
Diese Lage wird seit kurzem nicht mehr als Einzellage ausgewiesen. Dies hängt damit zusammen, weil dort zu unterschiedliche Böden mit Kleinstklimata eine eindeutige Selektion eher verfälschen. Dort wächst z. B. der Sauvignon Blanc waldnah auf hoher Südostlage mit Kieselsandstein.

Des Weiteren gibt es noch Reben in Altenberg Schnait (GG), Götzenberg Uhlbach (GG), Untertürkheim, Stetten, Strümpfelbach und Endersbach.

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